Auffahrt


Brauchtum an Auffahrt


Wir sind mobil, schnell von einem Ort zum anderen gereist. Das fordert seinen Tribut. Unsere Sprache und unser Brauchtum wandeln sich oder verschwinden ganz. Es gibt aber Ausnahmen. Der Brauch der blumen-bekränzten Mädchen und Knaben mit Sträusschen am Revers an Auffahrt hat sich in jeder Gemeinde des Prättigaus erhalten.

Die Haare wurden am Abend von der Mutter in viele Zöpfe geflochten und mit Zuckerwasser angefeuchtet, so dass am Morgen das gelöste Haar in schönen Wellen über den Rücken fiel. So gekämmt, mit dem Kränzchen auf dem Kopf, weisser Schleife im Haar und einer weissen Schürze aus feinstem Musselin, gingen die Töchter mit der Mutter zur Kirche. Dies erzählte Hans Plattner im Jahre 1958. Bis auf das Zucker-wasser, welches dem Haarspray gewichen ist, ist diese kurze Schilderung immer noch zutreffend.


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