Johanna Wegmann


«Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen»


Änderungen stehen in Fideris an. Nach fast neun Jahren verlässt Pfarrerin Johanna Wegmann die Gemeinde. «Mit einem weinenden Auge» gab sie kürzlich ihre Abschiedspredigt, nicht vor einer halbleeren, sondern vor einer platzvollen Kirche und vor mehr als einem weinenden Auge; die Fideriser haben ihre Pfarrerin nämlich in ihr Herz geschlossen. Leben und Sterben. Alltag in einem Pfarrhaus. Und doch spürt man an diesem Tag Anfang Juni in Handlung und Blicken der Bewohner des Pfarrhauses von Fideris eine bedrückte Stimmung. Eine gute Nachbarin ist in der letzten Nacht allzu früh verstorben und gestern schon wurde ein Gemeindeeinwohner zu Grabe getragen. Diese Anteilnahme zeichnet Johanna Wegmann aus, zog sich durch ihre Amtszeit als Pfarrerin von Fideris. Freud und Leid wurden geteilt. Es ist aber nicht nur ihr «Gschpüri» für die richtigen Worte oder für anteilnehmendes Schweigen, das die Einwohner von Fideris bewog, Johanna, wie sie von fast allen genannt wird, in ihr Herz zu schliessen. Ihr respektvolles und doch «gwundriges» Zugehen auf Fremde und nicht zuletzt ihr schalkhaftes Lächeln und ihr Witz gehören genauso dazu, wie Freud und Leid irgendwie zusammen gehören.


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