Alp Duranna 2008


Auf der Alp liegend dick werden? – So ein Käse!


Käse, Alpkäse ist etwas Feines und Gesundes. Je höher die Kühe weiden, desto hochwertiger ist die Zusammensetzung des Milchfettes. Aber Alpkäse ist nicht gleich Alpkäse, davon können sich die Gäste am Alp Spektakel in Seewis demnächst überzeugen. Geschmack und Konsistenz variieren je nach Höhenlage, Futterzusammensetzung und der Ver-arbeitung des „weissen Goldes“, der Milch durch den Senn. Wie das geht? Ein Tag auf Fideriser Alp Duranna, ein langer Tag.
Aufgeschreckt vom grellen Scheinwerferlicht hoppelt ein Hase über die Schotterstrasse. Zartes Blau-Gelb im Osten vertreibt die anfängliche Schwärze, mit jedem gefahrenen Höhenmeter wird der Himmel lichter. Wie auf den Alpen ringsum, brennt auch auf Duranna Licht, knistert ein Feuerchen im Küchenherd. Zu sehen und zu hören ist niemand. Leer auch der Stall, nur noch leises Gebimmel von knapp 100 Kühen aus der Ferne. Im Käsekeller steckt er, der Senn Beny Mächler, 58-jährig aus Benken St. Gallen. Weiss gekleidet von Haar- bis Fussspitzen, legt er 20, am Vortag produzierte Käse ins Salzbad, richtet sie so aus, dass das Herstellungsdatum sichtbar bleibt. Ein Pedant? „Nein,“ lacht er, „das hat praktische Gründe. So weiss ich, ob mein Zusenn sie gewendet hat, denn die gleichmässige Salzaufnahme ist sehr wichtig.“


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